david chotjewitz

Blut on the Dancefloor      
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BLUT ON THE DANCEFLOOR

Bei einer Streiterei in einer Hamburger Disco wurden im Sommer 2002 zwei junge Türken von einem Iraner erschossen. Ein Alltagsdrama , das in seiner Schrecklichkeit schon fast alltäglich wirkt. Der Grund des Mordes war, dass sich die Kontrahenten angeschaut hatten. In der Produktion „Blut on the dancefloor“ steht diese Thematik im Mittelpunkt der Geschichte.

Wie in den vorangegangenen Stücken auch, entstand der Text im laufe der Probenarbeit. Dass die Jugendlichen ihre eigenen Geschichten finden und erfinden, war und ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Bei den Improvisationen und Gesprächen wurde schnell deutlich, dass es beim Thema Musik viel mehr um Aggression geht, als zunächst erwartet. Vielleicht lag es an der politischen Situation, vielleicht sind Musik und Tanz auch ein wichtiger Kanal für Aggressivität.

Natürlich geht es auch um Sexualität, Politik und Liebe, Themen, die Jugendliche bzw. junge Erwachsene interessieren. Dabei spielt eine bildhaft/symbolische Figur eine besondere Rolle: Der Mensch, der seinen Schatten verloren hat. Daher taucht in dem Stück eine weibliche Hauptfigur auf, die vor Jahrhunderten ihren Schatten gegen ewige Jugend und Schönheit austauschte. Das Stück erzählt die Vor- und Nachgeschichten der beteiligten Figuren.

An „Blut on the dancefloor“ nahmen 12 Jugendliche zwischen 16 und 24 Jahren teil. Sie kommen aus unterschiedlichsten Kulturen und sozialen Gruppen. Thematisch ging es um den Alltag von Jugendlichen heute, und um dessen theatralisch wirkungsvolle Umsetzung. Das Besondere an Theater: Playstation-Produktionen wie dieser ist, dass der Kraft, Authentizität und Spielfreude der jugendlichen Darsteller Freiraum gelassen wird, um zugleich nach künstlerisch anspruchsvollen, auch experimentellen Umsetzungen zu suchen.

Ein Rundfunkfeature über "Blut on the Dancefloor" in einer Hamburger Technodisco ist unter folgendem Link hörbar:

audiyou.de/beitrag/blut-on-the-dancefloor-the-making-of.html

 

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